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Anfrage Last Mile Logistik

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich nehme Bezug auf meinen Antrag vom 27. Juni 2018, sowie die Antwort des 2. Beigeordneten.
Zweifelsfrei ist eine Divergenz zwischen den Erfordernissen des stetig steigenden Güterverkehres1 (z.Zt. Steigerung um 4%/Jahr) und der entsprechenden Infrastruktur erkennbar.

Im Jahr 2002 haben die Städte Gelsenkirchen, Herne und Herten gemeinsam die Last Mile Logistik Netzwerk GmbH gegründet (s. auch Sitzungsvorlage 08/129). Die hohe Nachfrage nach Logistikflächen und die fehlenden Kapazitäten für weitere logistische Ansiedlungen in den bestehenden Industrie- und Gewerbegebieten waren Anlass, in der Region weitere Potenzialflächen zu suchen und diese als Logistikstandorte weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang wurden regional insgesamt 8 größere Flächen/Standorte identifiziert, darunter auf Hertener Stadtgebiet die Areale Ewald und Herten-Süd / Im Emscherbruch.

Zitat:

Die Eignung der Fläche „Im Emscherbruch“ als Logistikstandort basiert auf den folgenden Kriterien:

  • zusammenhängende Fläche von brutto rund 40 ha
  • verfügbarer/deaktivierbarer Gleisanschluss
  • unmittelbare Nähe zum GVZ Emscher
  • schnelle Erreichbarkeit von drei Ruhrgebiets-Autobahnen

Ein weiteres Indiz für die Eignung des Standortes waren/sind die zahlreichen Anfragen von Investoren/Projektentwicklern und ansiedlungsinteressierten Unternehmen, die sowohl bei der Wirtschaftsförderung als auch bei der Last Mile Logistik Netzwerk GmbH in den letzten 5 Jahren eingegangen sind.

Ebenso hatte sich die Stadt Herten an den Kosten der Bodenuntersuchung mit 5-stelliger €-Höhe beteiligt.

In der ablehnenden Haltung geht hervor, Zitat:.. Bereits in den bisherigen Anträgen zur Errichtung eines Verkehrshofes haben die Verwaltung und Straßen. NRW gleichlautend zum Ausdruck gebracht, dass hier private Investitionen auf geeigneten privaten Grundstücken erforderlich sind…..“ Aufgrund Ihrer Behauptung hat das Hertener Planungsteam einen Lösungsvorschlag erarbeitet.

Wegen dem Umfang des gesamten Vorganges habe ich das Dokument als PDF-Dokument diesem Antrag beigefügt.2

  1. Bitte teilen Sie mir mit, ob sie mit einer intensiven Zusammenarbeit des Planungsteam Emscher- Ruhr uninteressiert sind?
  2. Wurden die Kosten der Bodenuntersuchungen weiterbelastet und wenn ja, an wen?
  3. Welche Gründe sprachen/sprechen dagegen, dass das ursprüngliche Projekt „Last Mile Logistik“ im Bereich, in der Sitzungsvorlage 08/129 aufgeführt, nicht verwirklicht

auf Ihre Anfrage antworte ich wie folgt:

1.     Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie mit einer intensiven Zusammenarbeit des Planun gsteam Emscher-Ruhr uninteressiert sind?

Es besteht kein städtisches Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Planungsteam, da die Stadt über keinerlei Grundstücke in diesem Bereich verfügt.

2.      Wurden die Kosten der Bodenuntersuchungen weiterbelastet und wenn ja, an wen?

Im Rahmen des regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes wurden 2008 Bodenuntersuchungen und Machbarkeitsstudie für die Fläche Herten Süd /Emscherbruch mit Fördermitteln durchgeführt. Der Eigenanteil der Stadt Herten für die damals durchgeführte Untersuchung lag bei 39.105,41€. Eine Weitergabe der Kosten hat bisher nicht stattgefunden.

3.      Welche Gründe sprachen / sprechen dagegen, dass das ursprüngliche Projekt Last M ile Logistik im Bereich, in der Sitzungsfolge 08/129 aufgeführt nicht verwirklicht wurde?

Die geplante Entwicklung der Brachflächen in Herten-Süd, Im Emscherbruch, zu einem Logistikpark konnte trotz bestehender Nachfrage aus den Bereichen der Logistik/ Industrie und intensiver Be­ gleitung und Moderation durch die Stadtverwaltung bislang nicht umgesetzt werden.

Dafür sind u.a. folgende Gründe verantwortlich: Wechsel in der Eigentümerstruktur, differierende Nutzungs- und Verwertungsziele der Eigentümer, bestehende Pachtverträge, Preisvorstellungen der Eigentümer, bauliche Einschränkungen  durch Hochspannungsleitungen  und -masten.


 

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