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Anfrage: Großeinsatz Brand auf der Zentraldeponie Emscherbruch

Brand auf der Zentraldeponie Emscherbruch. Foto: Feuerwehr Gelsenkirchen

Gelsenkirchen (ots) – „Feuerschein und Rauchentwicklung auf der Zentraldeponie Gelsenkirchen“, meldete die Leitstelle der Feuerwehr Herne den Gelsenkirchener Kollegen gegen 04:00 Uhr heute Morgen. Passanten hatten in Herne diesen Notruf abgesetzt, nachdem sie diese Beobachtung gemacht hatten. Weil sich die Deponie auf Gelsenkirchener Stadtgebiet befindet, wurden Einheiten der Wache Buer, Hassel und Altstadt in den Emscherbruch entsandt. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein deutlich für die Einsatzkräfte sichtbar. Auf Grund der schwierigen Geländeverhältnisse und dem damit zu erwartenden Mehraufwand für die Löschwasserversorgung, wurde Gesamtalarm für die Freiwillige Feuerwehr Gelsenkirchen gegeben. Im oberen, südlichen Bereich der Deponie brannte Müll auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern. Mit mehreren Strahlrohren wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und somit die Ausbreitung auf weitere Bereiche der Deponie verhindert. Mitarbeiter des Deponiebetreibers besetzten 2 Planierraupen und einen Kettenbagger und deckten die brennende Fläche zudem mit Erdreich ab. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden des Sonntag, wobei die Kräfte nach Einbruch des Tages deutlich reduziert werden konnten. Während der Einsatzdauer wurden die Wachen der Berufsfeuerwehr mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt. Erleichtert wurde die Erkundung des schwer zugänglichen Geländes durch den Einsatz des kamerabestückten Multikopters der Feuerwehr Gelsenkirchen, der der Einsatzleitung aussagekräftige Luftbilder liefern konnte.

Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Gelsenkirchen
Carsten Jost
Telefon: 0209 / 1704 905
E-Mail: carsten.jost@gelsenkirchen.de
http://www.feuerwehr-gelsenkirchen.de
Original-Content von: Feuerwehr Gelsenkirchen, übermittelt durch news aktuell

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des § 15 der Geschäftsordnung der Stadt Herten stelle ich folgende Fragen, verbunden mit der Bitte um zeitgemäße Beantwortung.

Hier: Großeinsatz Brand auf der Zentraldeponie Emscherbruch

Auf der Zentraldeponie Emscherbruch hat es am frühen Sonntagmorgen (11.03.) gebrannt. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Die Mülldeponie befindet sich an der Stadtgrenze Gelsenkirchen/Herten und wird von der Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) mit Sitz in Herten betrieben.

Durch die unmittelbare Nähe der Deponie und der Tatsache des Firmensitzes in Herten ergaben sich folgende Fragen:

  1. In welchem Deponieabschnitt der ZDE hat es gebrannt? (DK II oder DK III) – bitte genaue Angaben mit Karte, hilfsweise Gauß-Krüger-Koordinaten
  2. Welche Abfallarten sind dort genehmigt – mit Angaben der Abfallschlüssel-Nummern (ASN) laut Abfallverzeichnisverordnung AVV
  3. Welche Abfallarten (ASN) werden dort bestimmungsgemäß abgelagert, in welchen Mengen?
  4. Was wurde dort ausweislich der Betriebsdokumente zuletzt abgelagert?
  5. Wurden die Ablagerungen in situ sofort abgedeckt?
  6. Gemäß Deponieverordnung Anhang 3 Tabelle 2 dürfen nur Abfälle mit einem geringen Glühverlust, bedingt durch einen geringen Anteil an organisch gebundenem Kohlenstoff je nach Deponieklasse abgelagert werden, um Brände zu vermeiden. Wie ist dieser Brand dann trotzdem zu erklären?
  7. Gibt es Rückstellproben der Abfälle, die auf den in Brand geratenen Deponieabschnitt verbracht wurden? Mit welchen TOC-Angaben?
  8. Liegt für den Bereich der ZDE ein Brandschutzkonzept vor? Wenn ja: Hat es in der genehmigten Form „gegriffen“, inwiefern (nicht)?
  9. Inwiefern musste der Großbrand erst von Anwohnern zufällig entdeckt werden
  10. Was geschieht mit dem Löschwasser, das sich in seiner Zusammensetzung erheblich von den genehmigten Sickerwässern unterscheidet? Gibt es Analysen dazu?
  11. Was geschieht mit den Brandrückständen? Gibt es Beprobungen? Je nach Chlorgehalt des Abfalls, der Sauerstoffzufuhr und der Reaktionstemperatur muss u.U. von einer erheblichen Menge an freigesetzten gefährlichen POP-Abfällen, z.B. PCB, Dioxinen u. Furanen, ausgegangen werden. Wie wird / wurde diesem Umstand begegnet?
  12. Kommen die Rückstände auf einen Deponieabschnitt der Klasse 3 der ZDE oder verbleiben sie an Ort und Stelle à Presse-Artikel HA vom 11.3.18 („abgedeckt“)
  13. Wurden während der Löscharbeiten Luftmessungen vorgenommen? Ergebnisse?
  14. Wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert? Wenn nein: warum nicht?

 

Dazu zu ihrer Information folgende bezugnehmende Anlagen

Mit freundlichen Grüßen


Antwort

Ihr Schreiben vom 12.03.2018

Sehr geehrter Herr Jürgens,

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom 12.03.2018. Leider können wir Ihre Fragen nicht beantworten.

Daher habe ich, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, Ihre Anfrage an die AGR GmbH und an die Stadt Gelsenkirchen zur  Beantwortung weiter geleitet.

Ich gehe davon aus, dass mit der Einschätzung Ihrer Anfrage als Informelle Anfrage statt als Anfrage nach § 15 GeschO die Angelegenheit erledigt ist und Sie von den beteiligten Stellen entsprechende Antworten erhalten.

Unterschrift

Fred Toplak



  Hier die Antwort der AGR

 


 

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