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Anfrage – Islameinfluss in Herten durch türkischen Organisationen

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UPDATE MedienINFO 229 – Montag, 05. September 2016

Kooperation mit Ditib
Stamp: Verhältnis mit Ditib umgehend klären

Table of Contents

Der stellvertretende Vorsitzende und integrationspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Joachim Stamp, erklärt zur Auflösung der Kooperation zwischen Land und Ditib beim Präventionsprogramm „Wegweiser“:

„Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung das Parlament nicht von sich aus über die Gründe für das Auflösen der Kooperation beim Programm ‚Wegweiser‘ informiert. Unter den bestehenden Umständen kann Ditib auch perspektivisch nicht anerkannte Religionsgemeinschaft werden. Es ist feige, dass die Ministerpräsidentin mit Rücksicht auf die Landtagswahl nicht das offene Gespräch mit Ditib sucht und dies unmissverständlich klarstellt. Für jede weitergehende Kooperation ist die organisatorische und finanzielle Trennung von der türkischen Regierung notwendige Voraussetzung. Dies muss auch für den Schulunterricht gelten. Es kann nicht sein, dass Frau Löhrmann die Probleme mit Nichtstun aussitzen will. Wir brauchen einen guten, von Deutschen verantworteten Islamunterricht, der die Werte unserer Verfassung vermittelt und stärkt. Dazu müssen liberale muslimische Verbände, aber auch die Reformer innerhalb Ditibs unterstützt werden. Das geht aber nur mit klarer Haltung und offenem Dialog. Beides lässt Rot-Grün vermissen.“

Downloads: Hier zum Download

 


 Joachim Jürgens, FDP-Ratsherr, Schützenstr. 84, 45699 Herten

Bürgermeister der Stadt Herten o.V.i.A.
Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten

 

Anfrage gem. § 15 GO-der Stadt Herten:

  1. Ist der Verwaltung bekannt, ob nach den derzeitigen Vorfällen in der Türkei bei der hiesigen Ditib bzw. VkiZ (Zentrum für Bildung und Integration in Herten e.V. Paschenbergstr.151; Zentrum für Bildung und Integration in Herten Scherlebeck e.V. Margenboomstr.36; Verein zur Förderung der Integration und Bildung in Herten Westerholt e.V.) in Herten türkisch- nationalistische Tendenzen ((Wochenend-)Schulungen etc.) festzustellen sind.
    Hierüber ist der Verwaltung nichts bekannt.

  2. Welche Kontrollen übt hier im Zusammenhang die Verwaltung aus?
    Eine Kontrolle erfolgt, wie auch bei anderen Gemeinschaften, nicht.

  3. Welche Stellung besitzt die Pangea in Herten. Pangea gehört bekanntlich zur weltweit tätigen und weitverzweigten (Schulen, Universitäten, Verlage, Sender, Unternehmen) Fethullah Gülen Bewegung. Warum machte diese Organisation vor dem BM-Wahlkampf intensive Werbung nur für den SPD-Kandidaten? Zitat aus deren Internetveröffentlichung:

Kennenlern- Abend Alexander Letzel/SPD
Die Vestische Bildungsbrücke e.V. mit seinem Bildungszentrum Pangea Herten möchte den Bürgern der Stadt Herten die Möglichkeit geben, die Bürgermeisterkandidaten aus nächster Nähe Kennenzulernen. Zum Gespräch-und Gedankenaustausch mit Hr. Alexander Letzel sind alle interessierten Mitbürger ganz herzlich eingeladen.
Zu Fragen 3. – 5.:

Pangea ist eine gemeinnützige Organisation, die Angebote für Kinder und Erwachsene anbietet.
Die Veranstaltung war der Verwaltung nicht bekannt. Wie der Herten Allgemeinen vom
10.08.2016 zu entnehmen ist, fand die Veranstaltung tatsächlich statt. Demnach wurden alle
neun Kandidatinnen und Kandidaten von Pangea eingeladen wurden, wovon sechs der Einladung
gefolgt sind.

  1. Stellt diese Aktion nicht ein gravierender Verstoß gegen das Neutralitätsgebot da?
  2. Wurde die Veranstaltung durchgeführt und war der Verwaltung diese Veranstaltung bekannt?
  3. In Gelsenkirchen beträgt der Anteil ausländische Bevölkerung 13,92 Prozent (nahezu zwei Drittel Türken) Führt Herten eine Statistik ähnlich dem Integrationsprofil der Stadt Gelsenkirchen über Daten zur Zuwanderung und Integration? [1]
    Bei dem Integrationsprofil der Stadt Gelsenkirchen handelt es sich um Zahlen, Daten und
    Analysen die vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NordrheinWestfalen
    für alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen herausgegeben werden.
    Diese Daten sind somit auch für den Kreis Recklinghausen vorhanden. Für kreisangehörige
    Kommunen erfolgt durch das Ministerium keine Datenerfassung. Eine gesonderte Statistik
    wird für Herten nicht geführt.

 

Begründung:
Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat Zweifel an der Unabhängigkeit des türkisch-islamischen Verbandes Ditib geäußert.

Der größte Verband von Moscheen in Deutschland wird von türkischen Behörden gelenkt, Imame werden in der Türkei ausgebildet. Nun fordern deutsche Politiker mehr Distanz von Ditib zu Präsident Erdogan und drohen mit Konsequenzen. [2]

Bild: So auch:  Islam in Rheinland-Pfalz – Verhandlungen mit Verbänden ausgesetzt

„Der entscheidende Punkt ist: Islamischer Religionsunterricht steht unter staatlicher Schulaufsicht“, sagte Beckmann weiter. Die Lehrergewerkschaft VBE Rheinland-Pfalz erklärte, Islam-Unterricht an den Schulen müsse selbstverständlich werden – natürlich unterrichtet von Lehrern des Landes. „Ein islamischer Religionsunterricht in staatlichen Schulen durch Imame muss also ausgeschlossen sein“, erklärte Verbandsvorsitzender Gerhard Bold. [3]

Die Welt: Integration des Islam droht an Ditib zu scheitern

Die politischen Verantwortlichen in Deutschland gehen mehr und mehr auf Distanz zu einem Verband, der bislang für die Integration des Islam unentbehrlich zu sein schien. Nämlich die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, kurz Ditib. Diese steht der Regierung Erdogan nahe, und das sorgt in Deutschland für wachsende Bedenken.[4]

Focus: Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi Erdogans langer Arm reicht bis in deutsche Klassenzimmer —-Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi von der Universität Freiburg erklärt im Gespräch mit FOCUS Online: „Ditib gestaltet so die Lehrpläne aktiv mit und bestimmt die Inhalte, die an den Schulen im islamischen Religionsunterricht gelehrt werden. Das ist insofern gefährlich, als dass dadurch ein sehr einseitiger Islam gelehrt wird. Dieser geht an der Realität der Kinder und Jugendlichen vorbei.“
Denn laut dem Experten werde durch Ditib eine „Pädagogik der Unterwerfung“ angewandt. Die Kinder und Jugendlichen werden nämlich nicht dazu erzogen, den Islam
kritisch zu hinterfragen, meint Ourghi. Vielmehr werde eine bestimmte Auslegung gepredigt – eine Aufgabe, die eigentlich Moscheen und ihren Imamen zukommt.[5]

Ich bitte um Beantwortung der Fragen zur nächsten Ratssitzung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

[1]http://www.integrationsmonitoring.nrw.de/integrationsberichterstattung_nrw/Integration_kommunal/Integrationsprofile/Integrationsprofile_-_Gelsenkirchen.pdf

[2] http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/tuerkischer-islam-verband-laschet-fordert-neuorganisation-von-ditib-14374646.html

[3] http://m.bild.de/regional/saarland/islam/verhandlungen-mit-verbaenden-ausgesetzt_ag_dp-47177848.bildMobile.html

[4] http://www.welt.de/politik/deutschland/article157522412/Integration-des-Islam-droht-an-Ditib-zu-scheitern.html

[5] http://www.focus.de/politik/deutschland/experte-warnt-vor-einflussnahme-schule-der-unterwerfung-erdogans-langer-arm-reicht-sogar-in-deutsche-klassenzimmer_id_5789578.html



Kommentare zu den folgenden Presseartikel

Früher machten die Politiker Politik, und die Medien berichteten darüber.
Heute machen die Medien Politik, und die Politiker führen sie aus.

In der Maybrit Illner-Sendung vom letzten Donnerstag zur Kandidatur Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten konnte man kurzzeitig mal einen etwas anderen Jürgen Trittin erleben. Er bescheinigte der anwesenden taz-Chefredakteurin Ines Pohl wegen des Kommentars von Deniz Yücel, der dem designierten Bundespräsidenten Gauck Holocaustrelativierung vorwarf (PI berichtete),

„Schweinejournalismus“.


cw

Kommentare zum Artikel

P.S.:

von fireman

wer seine Gastgeber beschimpf, darf nicht mit Gastfreundschaft rechnen !

10.08.16 15:56

Ein Thema mit Gewaltpotential!

von PanPawlakudis

Von wegen Sommerloch! Die politische Türkei wird unvermittelt ins Zentrum einer brutalen geopolitischen Realität gezwungen. Erdogan kann man zurecht viel ankreiden; Dummheit jedoch nicht und er bemüht sich gerade eine 2. Ukraine zu verhindern! So weit, so gut.

Wie würde ICH mich aber verhalten, ginge es um Griechenland und weiß Gott ist ähnliches nicht lange her? Ich würde bestimmt solidarisch sein mit der Bevölkerung, Teil eines Protestes sein…in Griechenland. Garantiert würde ich eine griechische Fahne schwenken…in Griechenland. Und auch garantiert würde ich die Demokratie verteidigen…in Griechenland. Es würde mich stören, wenn mein hiesiger orthodoxe Pfarrer zu Straßenkundgebungen in Herten aufrufen sollte und es würde mich stören, wenn ein griechischer Regierungspolitiker meint, mich instrumentalisieren zu dürfen und von mir Loyalität abverlangen. Und es würde mich genauso stören, wenn die Orthodoxe Kirche in Deutschland das sozioreligiöse, politischen Organ der jeweiligen griechischen Regierung wäre. Wenn die Türkinnen und Türken in Deutschland es ähnlich sehen, sind sie hier auch angekommen, dann sind sie lediglich Menschen, deren Heimat natürlicherweise der Ort ist in dem sie leben und den sie weiterentwickeln mögen, zum Wohl aller Menschen und nicht nur der Türken und/oder der Muslime. Gülens und Erdogans Ansprüche dürfen nicht die Ansprüche der Menschen in Deutschland werden. Arkadaşlar: Kommt endlich hier an oder kehrt zurück! Man kann nicht 2 Wassermelonen unter einem Arm tragen, woll!?

P.S. Ein Freund aus Athen erzählte mir: Ich war zu Gast in den USA bei einer Familie mit griechischen Vorfahren. Der Besuch war kurz, denn als ich während des Essens auf die Amerikaner schimpfte, musste ich das Haus mit dem Statement unverzüglich verlassen „Wir sind Amerikaner. Schimpfen kannst du in Athen!“

11.08.16 08:02

Ein Thema mit Gewaltpotential

von Grundguetiger

Möchten Sie vielleicht in die FDP eintreten? Dann gehören Sie zu den Untoten,eine Partei, die einfach nicht sterben will. Da sie aber nicht mehr richtig lebt, kriegt sie nicht mehr alles mit.
In einer Demokratie muss man Meinungen aushalten können, Gewalt nicht.
In Amerika, dem größten Schmelztiegel der Welt, gibt es nach über zweihundert Jahren noch immer deutsche Heimatvereine, und Brauchtumspflege aus dem Schwarzwald.
Nur weil jetzt alle die AFD rechts überholen wollen, müssen wir die Integration nicht unterbrechen.

11.08.16 09:04

Natürlich Integration!

von PanPawlakudis

Die finale Realität ist dennoch Segregation: Sowohl der Gesellschaft gegenüber (mehrheitlich) Türken, wie auch die zunehmende Selbstexklusion von Türken als Reaktion auf die Ablehnung. Selbstkritik wird von beiden Seiten gefordert. Ich erinnere daran, dass die 1970. und 80. Jahre, die Hochzeit integrativer Prozesse war: zunehmende Bindungen, zunehmend zwischen Türken und Deutschen, und mehr Austausch untereinander. Die Türkinnen haben ihre Pluderhosen gegen Jens getauscht und das Kopftuch als das verstanden, was es hier ist: ein Accessoire, das nicht zum allem passt und kein Abgrenzungssymbol einer überlegenen Religion. Das entwickelte sich ab Mitte der 1990. Jahre und die Luft, die beide Gruppen atmeten, wurde von außen vergiftet (s. Gülen, Erbakan und Co.). Die täglich gelobte Integration deutschfremder Mitmenschen verdient nicht ansatzweise Respekt. Wir, und dazu zählen nicht nur Türken, werden von der anonymen Masse weiterhin zuerst als Ausländer identifiziert. Ich werde auch heute noch, nach 48 Jahren in diesem Land gefragt, wo ich so gut deutsch gelernt habe! Hallooooo!?

11.08.16 09:15

Nachsatz

von PanPawlakudis

Wenn ich von einer organisierten Gruppe eingeladen werde, erkundige ich mich natürlich über sie. Eine relativ einfache Internet Recherche würde für Klärung sorgen und den Geist entlarven, dessen sich Pangea rühmt. Einer Einladung von Scientology wäre wohl keiner gefolgt! Man könnte meinen, Fetullah Gülen hätte bei denen Agitation gelernt, woll!?


Hier  auch zwei Artikel aus der heutigen Presse (RP), die zu einer Versachlichung des Themas beitragen könnte.

  1. August 2016 | 06.32 Uhr

RP-Online NRW-Schulpolitik Moscheeverband Ditib – FDP stellt Löhrmann Ultimatum

Düsseldorf. Die Debatte um das Vorgehen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen politische Gegner hat die nordrhein-westfälische Schulpolitik erreicht.

FDP-Chef Christian Lindner forderte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) ultimativ auf, ihr Verhältnis zum türkischen Moschee-Dachverband Ditib zu klären. Die Ditib (kurz für „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“) ist der türkischen Religionsbehörde unterstellt und wirkt über einen Beirat unter anderem an der Zulassung neuer Islam-Lehrer mit.

„Es wäre nicht zu akzeptieren, wenn Ditib als verlängerter Arm des Herrn Erdogan einen nationalen und völkischen Islam mit Billigung des Landes Nordrhein-Westfalen propagieren könnte“, sagte Lindner unserer Redaktion. Löhrmann müsse „bis zum Schulbeginn erklären, ob und unter welchen Bedingungen die Landesregierung weiter mit Ditib kooperiert“.  

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FDP-Chef Lindner nennt es „essenziell, dass ein auch nur mittelbarer Einfluss des türkischen Staates auf unsere Schulen ausgeschlossen wird“. Löhrmann antwortet: „Es gibt keinen unmittelbaren Einfluss auf unseren Religionsunterricht aus der Türkei. Die Lehrpläne erlässt das Land – das sollte auch Herr Lindner wissen.“

Ander der Hertener Stadtverbandsvorsitzender

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In der Politik heißt es: Feind – Todfeind – Parteifreund
Was zählt, ist Macht

 

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