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Emscherbruch (Last Mile Logistik)

Inhalt

Joachim J√ľrgens, FDP-Ratsherr, Sch√ľtzenstr. 84, 45699 Herten

B√ľrgermeister der Stadt Herten o.V.i.A.¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Herten, den 24. Mai 2016
Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten                                                                                  vorab via FAX ohne Anlage

Antrag gem. GO-NRW § 48 abs. 1 Satz 2

hier: Entwicklungsstand ‚ÄěLandschaftpark Emscherbruch‚Äú

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor mehr als 10 Jahren (s. Anlage) wurde nicht zuletzt mit hohen finanziellen Aufwendungen (> 50.000 ‚ā¨) das im ‚ÄěLandschaftpark Emscherbruch‚Äú gelegene Gel√§nde auf Altlasten untersucht. Ebenso beteiligte sich die Stadt nach diesseitigem Kenntnisstand mit ca. 60.617,00 ‚ā¨ am Projekt Last Mile Logistik Netzwerk GmbH.

Die Stadt wird gebeten, hierzu einen Bericht √ľber den derzeitigen Stand Bezug auf Last Mile Logistik, bzw. √ľber die weitere Nutzung des Gel√§ndes, mitzuteilen.

Ich bitte die Anlage (Emscherbruch) den Beratungsunterlagen anzuf√ľgen.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen

Anlage

lml

he-s√ľd

Logistik als Schwerpunkt

NRW pr√§sentiert neues Konzept / Viel Potenzial f√ľr Herten-S√ľd

 

 

  • Das Land NRW hat im April 2016 sein neues Wasserstra√üen-, Hafen- und Logistikkonzept pr√§¬≠ sentiert.Damit wird nach Aussage des Verkehrsmi¬≠ nisters Groschek der Rahmen f√ľr die Hafen- und Logistikpolitik der Landesregierung f√ľr die n√§chs¬≠ ten Jahre Die derzeitige Spitzenposition von NRW als eine der bedeutendsten Logistikregi¬≠ onen Europas soll damit gesichert und ausgebaut werd en.

Landesweit sind rund 320.000 Menschen in der Logis¬≠ tikbranche besch√§ftigt. Die Logistik z√§hlt inzwischen zu den f√ľhrenden Wachstumsbranchen ¬†in NRW. Oie St√§dte Herten ¬†und Recklinghausen ¬†und die gesam¬≠ te Emscher-Lippe-Region ¬†bieten ¬†der ¬†Branche ¬†gute Wachstumsbedingungen. Zahlreiche bundesweit und international agierende Speditions- und Transportun¬≠ ternehmen und Logistikdienstleister (wie z.B. Dach¬≠ ser, ¬†Klaeser, ¬†Imperial ¬†lndustrial ¬†Logistics ¬†GmbH, Burgmer, Redemann oder PEMA) sind hier ans√§ssig und nutzen die vorhandene Verkehrsinfrastruktur der Autobahnen, der Kan√§le oder der H√§fen in der Region. Die vorhandenen Potenziale sollen nun weiter ausge¬≠ baut und erschlossen werden; dazu geh√∂ren u.a. Fl√§¬≠ chen f√ľr die Logistik, das Image der Branche und das Thema Fachkr√§ftegewinnung. ¬†Das ¬†ist das Ergebn is des nun vorgestellten Hafen- und Logistikkonzeptes. Die wachsenden G√ľterstr√∂me ben√∂tigen weitere Fl√§¬≠ chen ¬†und ¬†damit ¬†eine vorausschauende ¬†landesweite

Fl√§chenpolitik. Deshalb wurden im Zuge der Konzept¬≠ erstellung mehr als 300 gr√∂√üere und grunds√§tzlich geeignete Logistik-Standorte untersucht. Als einer der wenigen gro√üen eigenst√§ndigen Logistikstandorte wurde im Bereich des Industriegebietes Herten-S√ľd die Fl√§che im Emscherbruch identifiziert. Trotz be¬≠ stehender Entwicklungshemmnisse, die im Rahmen des Landesprojektes Fl√§chenpool NRW sukzessive reduziert werden sollen, wird dieser Fl√§che ein hohes Entwicklungs- und Standortpotenzial f√ľr die Logistik bescheinigt. Ziel der Stadt Herten ist es, dass es im Rahmen der Umsetzung des neuen Konzeptes und mit Unterst√ľtzung der Landesregierung mittel- oder lang¬≠ fristig gelingt, diese Fl√§che f√ľr die weiterhin wach¬≠ sende Logistikbranche mittelfristig zu entwickeln und anzubieten.

Info

Das neue Hafen- und Logistikkonzept kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: bttp:/lwww.mbwsv.nrw.de/verkehr/_pdf_container/ Hafenkonzept2016.pdf.

Auch auf der Homepage des Verkehrsministeriums finden Sie weitere Informationen zum Logistik¬≠ standort NRW: ¬†http://www.mbwsv.nrw.de/verkehr/ schifffahrt/Hafenkonzept/.¬† ¬†¬†¬† (Quelle des Textes aus „Wirtschaft im Blick 2/2016)



Herrn

Joachim J√ľrgens Sch√ľtzenstra√üe 84

45699 Herten

Anfrage nach ¬ß 15 GeschO des Rates und der Aussch√ľsse der Stadt Herten

– ‚ÄěEntwicklungsstand ,Landschaftspark Emscherbruch'“ vom 24.05.2016

Sehr geehrter Herr J√ľrgens,

Ihr oben genanntes Schreiben habe ich als Anfrage nach ¬ß 15 GeschO gewertet. Andernfalls h√§tte ich Ihren Antrag nach ¬ß 48 Abs. 1Satz 2 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen als unzul√§ssig zur√ľck¬≠ weisen m√ľssen, da ein Antrag auf dieser Rechtsgrundlage nur Fraktionen bzw. einem F√ľnftel der Ratsmitglieder vorbehalten ist.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick zu den Aktivitäten des Last Mile Logistik Netzwerkes  und

der Entwicklung der Brachfl√§chen s√ľdlich der Stra√üe Im Emscherbruch im Industriegebiet Herten-S√ľd.

  1. Last Mile Logistik Netzwerk GmbH (LMLN GmbH)

Die St√§dte Gelsenkirchen, Herne und Herten haben 2002 gemeinsam die LMLN GmbH gegr√ľndet, mit dem Ziel, die Logistikkompetenz im Gebiet der beteiligten Kommunen zu st√§rken. Mit dem Einsatz unterschiedlicher Instrumente wie Fl√§chenentwicklung, Unternehmensakqui sition und Fl√§chenver¬≠ marktung, Regionalmarketing, Aufbau eines Last Mile Logistik Marketingclubs sowie logistikrelevan¬≠ ter Informations- und Dienstleistungsangebote sollte erreicht werden, st√§rker als bisher vom laufen¬≠ den Wachstum dieser Branche zu profitieren und sich im regionalen Wettbewerb insbesondere ge¬≠ gen√ľber den R√§umen Duisburg und Dortmund besser zu positionieren.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt √ľber einen Zeitraum von sechs Jahren finanziell ge¬≠ f√∂rdert. Nach dem die Landesf√∂rderung Ende 2008 ausgelaufen war, haben die drei St√§dte die Ge¬≠ sellschaft Ende 2009 aus wirtschaftlichen Gr√ľnden aufgel√∂st und f√ľr den Zeitraum 2010 bis 2012 eine weitere Zusammenarbeit im Wege eines Kooperationsvertrages vereinbart.

Im Zeitraum von 2002 bis 2012 konnten mehr als 160 ha (davon ca. 50 ha in Herten-S√ľd und auf E¬≠ wald) logistikrelevante Fl√§chen identifiziert werden. Im Rahmen des ‚ÄěLast Mile Logistik Park“ wurde ein gro√üer Teil dieser Fl√§chen planungsrechtlich entwickelt, erschlossen und vermarktet. Allein in Herten wurden in dieser Zeit mehr als 20 ha auf Ewald und in Herten-S√ľd f√ľr Logistikunternehmen entwickelt, bebaut und vermarktet. Die dort angesiedelten Unternehmen haben rund 600 neue Ar¬≠ beits- und Ausbildungspl√§tze geschaffen und die Bedeutung der Logistik f√ľr den √∂rtlichen und regio¬≠ nalen Arbeitsmarkt merklich gesteigert.

Mit Ablauf der Kooperationsvereinbarung haben die drei St√§dte sich 2013 darauf verst√§ndigt, √ľber die st√§dtischen Wirtschaftsf√∂rderungen ¬†und den weiterhin bestehenden Marketingclub die gemeinsame Arbeit im Thema Logistik weiterzuf√ľhren. Zum einen, um die bestehende Marke des Last Mile Logistik Netzwerkes weiter zu nutzen und zum anderen, um in der Bestandspflege der hier ans√§ssi¬≠ gen Spediteure, Transporteure und Logistikdienstleister weiterhin aktiv zu sein. So liegt der Schwer¬≠ punkt der Arbeit in der Organisation von Branchentreffen, Fachveranstaltungen zu Themen wie Fachkr√§ftesicherung, Ausbildung, Personalbeschaffung oder Energieeffizienz. Erg√§nzt werden die Aktivit√§ten √ľber die bestehende Webseite www.lastmile-logistik.de sowie regelm√§√üige Newsletter per e-mail {mit einem Verteiler von 700 Unternehmen).

  1. Sachstand zur Fl√§chenentwicklung ‚ÄěIm Emscherbruch“

Im Rahmen der Aktivit√§ten der LMLN GmbH wurde in Abstimmung mit den drei Fl√§cheneigent√ľmern im Zeitraum 2005 bis 2008 eine st√§dtebauliche Rahmenplanung f√ľr eine Entwicklung und Entschlie¬≠ √üung des ca. 28 ha gro√üen Gel√§ndes zur Ansiedlung von Logistikunternehmen erarbeitet. Wegen der bestehenden Altlastenverdachtsfl√§chen wurde eine erg√§nzende Untersuchung zur Gef√§hrdungsab¬≠ sch√§tzung und geotechnischen Erstbewertung beauftragt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung {Ge¬≠ samtkosten 195 T‚ā¨, st√§dtischer Eigenanteil 39 T‚ā¨ bei 80 % Landesf√∂rderung) machten deutlich, dass die notwendigen gro√üen Aufwendungen f√ľr die Bodensanierung, Baugrundert√ľchtigung und Er¬≠ schlie√üung eine wirtschaftlich tragf√§hige Entwicklung und Verwertung der Fl√§chen sehr erschweren.

Die Eigent√ľmer haben in der Vergangenheit immer wieder betont, an einer Entwicklung und Ver¬≠ marktung interessiert zu sein. Jedoch war keiner bereit, sich organisatorisch und finanziell einzubrin¬≠ gen. Gespr√§che der Stadt mit dem Landeswirtschaftsministerium, die mit dem Ziel einer √∂ffentlichen F√∂rderung zur Ert√ľchtigung und Erschlie√üung des Standortes gef√ľhrt wurden, blieben bislang erfolg¬≠ los.

Mit dem Verkauf der AGR-Fl√§che an den Netzbetreiber Amprion hat sich die Entwicklungssituation zus√§tzlich erschwert, da Amprion f√ľr die Fl√§che Eigenbedarf hat und dort im Wege des bundesweiten Netzausbaus Anlagen zur Stromverteilung plant.

Aktuell gibt es mehrere Ans√§tze, die stockende Entwicklung der Fl√§chen wieder anzusto√üen. Zum einen sucht die Stadt im Rahmen des Landesprojektes ‚ÄěFl√§chenpool NRW“ zusammen mit der Lan¬≠ desgesellschaft NRW Urban und Eigent√ľmern nach L√∂sungen f√ľr eine Entwicklung und Vermarktung von Teilfl√§chen. Zum anderen bem√ľht sich die Stadt Herten darum, Projektentwickler zu finden, die Interesse daran haben, die Fl√§chen zu erwerben und eigenwirtschaftlich zu entwickeln.

Nach Aussage des Kreises Recklinghausen als untere Umwelt- und Abfallwirtschaftsbeh√∂rde gehen von der Fl√§che keine Gefahren f√ľr die √∂ffentliche Sicherheit und Ordnung aus, so dass es auch keine beh√∂rdliche Anordnung zu Sanierungsma√ünahmen gibt.

Eine Kopie dieses Schreibens habe ich auch den Fraktionsvorsitzenden und den √ľbrigen Einzelrats¬≠ mitgliedern zugesandt.

 

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